Berufslaufbahn
Feinwerkmechaniker
Vorberufliche Bildung
Vor der Berufswahl macht man sich viele Gedanken darüber welcher Beruf einem gefällt. Die Berufswahl ist ein entscheidender Punkt für das später (Arbeits-)Leben. Um die Praxis kennen zu lernen, bietet das Schüler-Betriebs-Praktikum die beste Gelegenheit. Das Praktikum erleichtert die Berufswahl und verringert das Risiko, eine Fehlentscheidung zu treffen. Neben dem Praktikum gibt es noch andere Möglichkeiten sich auf das Berufsleben vorzubereiten. Hier bieten die Schulen vielfältige Möglichkeiten.
Praktikum
Ein Praktikum in einem Handwerksbetrieb ist sinnvoll – für alle Beteiligten. In der Regel werden in den letzten Jahrgangstufen der Schulen Praktika durchgeführt
Warum ein Praktikum machen? - Vorteile für Schüler
- man erhält einen ersten Einblick in die Berufswelt und kann sich so aufgrund eigener Erfahrungen bewusst für oder gegen einen bestimmten Beruf entscheiden.
- persönliche Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben können geknüpft werden.
- Durch Praktika gewinnst man Erfahrung, zeigt Eigeninitiative. Das macht sich gut in künftigen Bewerbungen und kann den Ausschlag für eine Einstellung geben.
Verschiedene Arten von Praktika
Schülerbetriebspraktikum: Pflichtpraktikum in den Klassen 9, 10 oder 11 der allgemeinbildenden Schulen. Dauert in der Regel 2 – 3 Wochen.
Ferienpraktikum: freiwilliges Praktikum ohne schulischen Bezug. Die Schülerinnen und Schüler müssen mindestens 15 Jahre alt sein. Mehr als vier Wochen (20 Arbeitstage) pro Jahr sind für unter 18-Jährige nicht erlaubt.
Praktika, die im Rahmen einer schulischen Berufsausbildung oder eines Studiums vorgeschrieben sind, unterliegen gesonderten Regelungen.
Ausbildung
Feinwerkmechaniker/innen stellen Maschinen, Geräte, Systeme und Anlagen her fertigen Produkte der Stanz-, Schnitt- und Umformtechnik sowie der Vorrichtungs- und Formenbautechnik. Sie warten und warten und setzen die vorgenannten Produkte instand.
Feinwerkmechaniker/innen fertigen, warten und reparieren je nach Schwerpunkt unterschiedliche Maschinen oder Anlagen:
Im Schwerpunkt Maschinenbau sind dies Maschinen und Anlagen für die Produktion von Gebrauchsgütern, z.B. Montagevorrichtungen um Mobiltelefone zu montieren, Fertigungsstraßen in der Automobilindustrie. Aber auch der Waagenbau, gehört dazu. Das sind Waagen die im Labor eingesetzt werden und minimalste Mengen wiegen bis hin zu Großwaagen, mit denen Güterwaggons oder Lastkraftwagen gewogen werden.
Die Produktpalette des Maschinenbaus ist nahezu unbegrenzt.
Im Schwerpunkt Feinmechanik stellen sie z.B. Präzisionsprüfeinrichtungen, Steuergeräte, feinmechanische Apparate und Maschinen für die Industrie, Mess-, Prüf-, Steuer- und Regelgeräte für Wissenschaft und Forschung, oder technische Funktionsmodelle her.
Im Werkzeugbau dagegen produzieren sie Schneid-, Umform- und Bearbeitungswerkzeuge, Press-, Blas-, Druck- und Spritzgussformen, Vorrichtungen, Lehren, Schablonen und Prüfwerkzeuge für die Serienfertigung. Dabei achten sie stets auf äußerste Genauigkeit, denn jedes Werkstück ist zunächst ein Einzelstück, das die Basis für eine spätere Serienproduktion bildet.
Im Schwerpunkt Zerspanungstechnik liegt ihre Hauptaufgabe in der Fertigung von Werkstücken aus verschiedenen Werkstoffen für den Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau. Sie produzieren dabei sowohl Einzelteile als auch Serien.
Da Feinwerkmechaniker/innen Anlagen auch in Betrieb nehmen, warten und Kunden in deren Bedienung einweisen, arbeiten sie nicht nur in Werkstätten und Fabriken, sondern auch auf Montagebaustellen oder im Unternehmen des Kunden.
Die Ausbildung im Überblick
Feinwerkmechaniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO).
Diese bundesweit geregelte 3 1/2-jährige Ausbildung wird im Handwerk in den folgenden Schwerpunkten angeboten:
- Feinmechanik
- Maschinenbau
- Werkzeugbau
- Zerspanungstechnik
Hier finden Sie weitere Informationen zu Berufliche Fähigkeiten, Lernorte, Prüfungen und Prüfungsinhalte.
Einen guten Einblick in den Beruf bietet ein Film über die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker.
Berufliche Fähigkeiten
- Feinwerkmechaniker / Feinwerkmechanikerinnen planen und steuern Arbeitsabläufe, kontrollieren, protokollieren und beurteilen Arbeitsergebnisse,
- wenden Normen und Richtlinien zur Sicherung der Produktqualität an und tragen im Betrieb zur ständigen Verbesserung von Arbeitsabläufen bei,
- messen und prüfen mechanische und physikalische Größen,
- stellen lösbare und unlösbare Verbindungen her,
- stellen Werkstücke und Bauteile mit verschiedenen manuellen und maschinellen Fertigungsverfahren her,
- halten Betriebsmittel in stand und warten sie.
Ergänzt werden diese Ausbildungsinhalte in den jeweiligen Schwerpunkten, durch:
im Schwerpunkt Maschinenbau:
- aufstellen, ausrichten, befestigen und montieren von Maschinen oder Systemen,
- montieren, demontieren und in Betrieb nehmen technischer Systeme,
- programmieren automatisierter Systeme und Anlagen,
- herstellen von Konstruktionen aus unterschiedlichen Werkstoffen, dabei werden Bleche und Profile aus Stahl oder Aluminium geheftet, geschweißt oder getrennt,
im Schwerpunkt Feinmechanik:
- montieren und justieren von Baugruppen zu mechanischen, elektromechanischen und optischen Geräten und Systemen,
- prüfen von Baugruppen auf Funktion, einstellen mechanischer und elektrischer Werte,
- messen von Drücken, Volumina, Temperaturen, Druck- und Temperaturdifferenzen mit unterschiedlichen Messgeräten,
im Schwerpunkt Werkzeugbau
- maschinelles Bearbeiten von Werkstücke auf unterschiedlichen Werkzeugmaschinen mit verschiedenen Fertigungsverfahren,
- zusammenbauen von Werkzeugen, Vorrichtungen und Formen und prüfen der Gesamt- und Einzelfunktionen,
im Schwerpunkt Zerspanungstechnik
- vorbereiten der Werkstück- und Werkzeugspannmittel und spannen der Werkstücke,
- fertigen von Werkstücken aus unterschiedlichen Materialien mit spanabhebenden Fertigungsverfahren
Lernorte
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufschule statt.
Die Ausbildung im Betrieb ist durch eine Ausbildungsverordnungstaatlich geregelt.
Die Ausbildungsinhalte in der Berufsschule sind in einem Rahmenlehrplan festgelegt.
Die Ausbildung im Betrieb wird durch Kurse im Rahmen einen Überbetrieblichen Unterweisung ergänzt. Eine Übersicht zu den Kursen finden Sie hier.
Prüfungen und Prüfungsinhalte
Teil 1 der Gesellenprüfung
Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird Teil 1 der Gesellenprüfung durchgeführt, der aus einem Arbeitsauftrag und einem Fachgespräch besteht. Er geht mit 30 Prozent in das Gesamtergebnis ein.
Teil 2 der Gesellenprüfung
Teil 2 der Gesellenprüfung findet am Ende der Ausbildungszeit statt und besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Er gliedert sich in vier Bereiche und geht mit 70 Prozent in das Gesamtergebnis ein.
Die genauen Prüfungsinhalte sind in der Ausbildungsverordnung festgelegt.
Prüfende Stelle
Die Prüfung wird in der Regel vor dem Prüfungsausschuss einer Metallinnung abgelegt oder bei der Handwerkskammer.
"ABI Meister"
Ein Qualifizierungsangebot für Abiturienten
In 3,5 Jahren zur Gesellen- und Meisterprüfung
Für Abiturienten ist am Bundesfachzentrum Metall und Technik in Northeim ein spezieller Ausbildungsgang eingerichtet worden.
Wer darf studieren
Abiturienten / Fachabiturienten absolvieren in einem Zeitrahmen von 3,5 Jahren eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker und bereiten sich auf die Meisterprüfung im Feinwerkmechaniker Handwerk vor.
Zum Schluss der 3,5 Jahre haben die Teilnehmer sowohl einen Gesellenbrief als auch einen Meisterbrief in der Tasche. Also in einem Zeitrahmen wie er üblicher weise für die Gesellenausbildung vorgesehen ist.
Prüfung
Beide Prüfungen werden zusammen mit den Teilnehmern an Gesellen- und Meisterprüfungen, die die „normale“ Ausbildung durchlaufen haben, vor den jeweiligen Prüfungskommissionen abgelegt.
Was ist das besondere dieser Ausbildung?
Die Ausbildungszeiten im Betrieb und im Bundesfachzentrum in Northeim sind aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt. Die betrieblichen Praxisphasen und die Ausbildungsphasen im Schulzentrum in Northeim sind optimal aufeinander abgestimmt. Auf drei Monate Praxis im Betrieb folgen drei Monate Theorie im Bundesfachzentrum. Die für einen Meister notwendige Praxiskompetenz wird während der gesamten Ausbildungszeit gezielt aufgebaut. Der Studierende wird vom Betrieb ausgewählt und eingestellt. Das Studium wird durch einen Vertrag geregelt, der zwischen Betrieb, Studierenden und Bundesfachzentrum geschlossen wird.
Zusatzqualifikationen auf Ausbildungsebene
Während der Ausbildung bestehen bereits viele Möglichkeiten der Zusatzqualifikation, insbesondere für leistungsstarke Auszubildende. Einige Beispiele seien hier genannt:
- Europaassistent im Handwerk
- Europäischer Computerführerschein
- Fachhochschulreife
Geselle
Wenn die Ausbildung mit der Gesellenprüfung erfolgreich beendet ist startet man in ein vielfältiges und abwechslungsreiches Berufsleben.
Einem Gesellen/ einer Gesellin stehen dazu auch viele Weiterbildungsmöglichkeiten und Spezialisierungen offen. Man kann und muss sich in seinem Beruf ständig weiterbilden. Diese Weiterbildung kann allgemein in dem erlernten Beruf geschehen oder man spezialisiert sich.
Hier gibt es eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten die auf den erlernten Beruf aufbauen. Die Kurse werden an Bildungsstätten im Handwerk oder bei großen Herstellern von Maschinen oder Werkstoffen angeboten. Hier macht man sich in seinem Beruf fit und lernt die neuesten technischen Entwicklungen kennen. „Lebenslanges Lernen“ ist nicht nur eine Floskel sondern unverzichtbar im Metallhandwerk um den Anforderungen die an Betrieb und Mitarbeiter gestellt werden gerecht zu werden.
Vorbereitung zur Meisterprüfung
Direkt nach Ihrer Gesellenprüfung können Sie mit der Meisterprüfung beginnen, wenn Sie den Gesellenbrief in dem Handwerk haben, in welchem Sie auch die Meisterprüfung ablegen möchten. Die Inhalte der Meisterprüfung sind in der sog. Meisterprüfungsverordnung beschrieb. Die Meisterprüfung umfasst vier Teile:
- Teil I: Fachpraxis
- Teil II: Fachtheorie
- Teil III: Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen
- Teil IV: Berufs- und Arbeitspädagogik
Die Teile 1 und 2 sind berufsbezogen und die Teile 3 und 4 sind handwerksübergreifend, d.h. sie sind für alle Handwerke gleich.
Jeder Teil wird separat durch eine eigene Prüfung abgeschlossen und nach erfolgreichem ablegen aller 4 Teile ist die Meisterprüfung bestanden.
Voraussetzungen
Zur Meisterprüfung wird gemäß § 49 der Handwerksordnung zugelassen:
"...wer eine Gesellenprüfung in dem zulassungspflichtigen Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, oder in einem damit verwandten zulassungspflichtigen Handwerk oder eine entsprechende Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat."
Teilnahme an den Meistervorbereitungslehrgängen
Die Teilnahme an den Meistervorbereitungslehrgängen ist keine Zulassungsvoraussetzung für die Meisterprüfung. Die Kursteilnehmer erlangen jedoch die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Meisterprüfung, die nach wie vor zu den umfassendsten Prüfungen im deutschen Bildungswesen zählt, erfolgreich ablegen zu können. Meistervorbereitungskurse werden an vielen Bildungseinrichtungen des Handwerks angeboten. So gehören zum Metallhandwerk eigene Fachschulen die entsprechende Kurse anbieten, ebenso wie nahezu alle Handwerkskammern.
Aufstiegsförderung nach dem "Meister-BAföG"
Handwerker und andere Fachkräfte, die sich auf den Fortbildungsabschluss zu Handwerks- oder Industriemeistern, Technikern, Fachkaufleuten oder Betriebswirten vorbereiten, sichert das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), bekannt als "Meister-BAföG", durch finanzielle Unterstützung ab.
» Meisterprüfungsverordnung des Feinwerkmechanikerhandwerks (PDF)
» Fachschulen des Metallhandwerks
Technische/r Fachwirt/in (HWK)
Mit der betriebswirtschaftlichen Weiterbildung zum Technischen Fachwirt wird eine Brücke geschlagen zwischen technischer und kaufmännischer Kompetenz und man erlangt eine höhere kaufmännische Qualifikation.
Der/die Technische Fachwirt/in (HWK) befähigt zur Wahrnehmung von betriebswirtschaftlichen Managementaufgaben an de Schnittstelle von gewerblich-technischem Leistungsbereich und Büro und verbindet so fundierte Fachqualifikationen mit betriebswirtschaftlichen Unternehmensführungs-Kompetenzen. Tätigkeitsschwerpunkte sind Funktionen im Bereich der Auftragsgestaltung und Auftragskalkulation, der Kundenbetreuung, der Projektleitung sowie der betrieblichen Ablauforganisation und Technikausstattung.
Die Fortbildung zum technischen Fachwirt (HWK) baut auf einer gewerblich-technischen Ausbildung auf und vermittelt in 220 Stunden schwerpunktmäßig ein betriebswirtschaftliches und rechtliches Entscheiderwissen, das der Meistervorbereitung in diesem Bereich entspricht und für den Teil III der Meisterprüfung anerkannt wird.
Die Fortbildung ist damit besonders geeignet um eine Weiterbildung zum Meister abzuschließen. Diese wiederum ermöglicht die Weiterqualifizierung zum Betriebswirt (HWK).
» Rechtsvorschriften für den Technische/n Fachwirt/in (HWK) (PDF)
Staatlich geprüfter Techniker
Staatlich geprüfte Techniker sind praxisorientierte Führungskräfte und werden im mittleren Management der Unternehmen eingesetzt.
Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung und eine beruflichen Tätigkeit, in der Regel mindestens ein Jahr, kann man eine Fortbildung zum Techniker starten.
Die Ausbildung umfasst 4 Semester. Die Ausbildung wird in Vollzeit- und Teilzeitausbildung oder auch als Fernstudium angeboten. Die Ausbildung ist durch die jeweiligen Kultusministerien der Länder geregelt.
Die Aufstiegsweiterbildung endet mit einem staatlichen Examen, welches sich aus vier Prüfungsfächern zusammensetzt, die verschiedene Schwerpunkte aus der Fachausbildung abdecken müssen.
An dieser Stelle der Hinweis auf eine besondere Fortbildung im Metallhandwerk
„Zwei Schulen unter einem Dach“
Seit 1949 werden im Bundesfachzentrum Metall und Technik, BFM, - ein gemeinnütziges Bildungszentrum der Deutschen Metallhandwerke – und an der Technikerschule, getragen vom Landkreis Northeim, Meister und Techniker für die Metallbranche ausgebildet. Die Besonderheit in Northeim liegt an der Verknüfung der beiden Schulen.
Studierende der Technikerschule können neben ihrer Ausbildung Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung belegen. In der Meisterausbildung sind die betriebswirtschaftlichen Inhalte ebenfalls ein fester Bestandteil.
Die Ausbildung schließt dann mit beiden Prüfungen, der Meisterprüfung und der Technikerprüfung. ab.
Weiterführende Links
» Bundesfachzentrum Metall und Technik Northeim
» Technikerschule Northeim
Projektmanager/in (FH) für Werkzeug- und Formenbau
Eine Fortbildung für Gesellen mit Berufserfahrung
Um Fach- und Führungskräfte für die aktuellen Anforderungen an einen effizienten, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Werkzeug- und Formenbau optimal zu qualifizieren, hat die FH Schmalkalden, mit ihrem Zentrum für Weiterbildung, gemeinsam mit dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e. V. (VDWF) das weiterbildende Studium "Projektmanager/in (FH) für Werkzeug- und Formenbau" erarbeitet.
Zugangsvorraussetzung
Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten technischen Beruf und eine mindestens vierjährige Berufspraxis im Werkzeug- und Formenbau oder in verwandten Bereichen.
Weitere Fortbildungen
Neben der Fortbildungen im Feinwerkmechanikerhandwerk die durch eine Verordnung geregelt sind, in denen auch die Prüfung vor einer Prüfungskommission – meistens der einer Handwerkskammer- festgelegt ist, gibt es auch eine Vielzahl von Fortbildungen die in Bildungseinrichtungen des Handwerks, z. Bsp. auch denen der Metallfachverbände, durchgeführt werden. Es gibt eine Vielzahl von Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen die hier gar nicht alle aufgeführt werden können.
Einige sollen hier exemplarisch benannt werden:
- Arbeitsvorbereitung, Kalkulation
- Betriebsinformatiker
- CNC Fachkraft
- CAD Fachkraft
- EDV Techniken
- Steuerungstechnik
- Mechatronische Systeme
- Hydraulik, Elektrohydraulik
- Pneumatik, Elektropneumatik
» Bildungseinrichtungen des Metallhandwerks
» Allgemeine Infos
Meistertätigkeit
Der Meisterbrief ist nach wie vor die höchste Ausbildungsstufe im Feinwerkmechanikerhandwerk, wie allgemein im Handwerk. Der Meister ist was im Feinwerkmechanikerhandwerk, die höchste Stufe der Karriere in diesem Handwerk ist erreicht.
Der Meisterbrief stellt nach wie vor ein Qualitätssiegel im Handwerk dar und dokumentiert nach außen das Können des Betriebes. Wissen, kombiniert mit solider Handarbeit und der Einsatz von High- Tech bietet den Kunden eine optimale Qualitätsarbeit.
Eine Meisterprüfung verspricht einen sicheren Arbeitsplatz. Man kann sich als Meister selbstständig machen, das heißt seinen eigenen Betrieb aufmachen oder auch als Nachfolger einen Betrieb übernehmen. Meister übernehmen auch Führungsaufgaben und besonders komplexe und herausfordernde Tätigkeiten in größeren Betrieben der Feinwerkmechanik als leitender Angestellter.
Meisterplus
Wer es möchte kann den Meister ergänzen durch spezialisierte Ausbildungen, zum Beispiel Betriebswirt im Handwerk aber auch in technischen Bereichen.
Als Meister kann man Berufsakademien besuchen, Technische Akademien besuchen oder ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität absolvieren.
Betriebswirt/in (HWK)
In den Betrieben aller Wirtschaftszweige steigen ständig die Anforderungen sowohl an Unternehmer als auch an Führungskräfte, die komplexen Betriebsabläufe in ihren Wechselwirkungen zu überblicken und marktgerechte Entscheidungen zu treffen. Folglich entspricht das Fortbildungsangebot „Betriebswirt/in (HWK)“ einer betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifizierung für Meister und Meisterinnen, leitende Mitarbeiter sowie für den Führungsnachwuchs mit Personal-, Organisations- und/oder Finanzverantwortung.
Diese Aufstiegsfortbildung geht ihrem Qualifikationsziel entsprechend weit über die in der Vorbereitung auf die Meisterprüfung vermittelten wirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse hinaus, auf die der Bildungsgang aufbaut.
Ziel des Lehrgangs mit Prüfung vor der Handwerkskammer
Diese eigens für eine zeitgemäße Betriebsführung im Handwerk konzipierte managementorientierte Weiterbildung macht die Teilnehmer über ihre praktischen Berufserfahrungen hinaus mit den Methoden einer modernen Unternehmensführung und -analyse in kleinen und mittelständischen Unternehmen vertraut.
In der Prüfung müssen die Kandidaten nachweisen, dass sie diese Voraussetzungen erfüllen, mithin das Rüstzeug für eine fortschrittliche Unternehmensführung erworben haben.
Studium
Eine handwerkliche Ausbildung bietet vielfältige Karriereoptionen. Hierzu gehört auch die Möglichkeit, die erworbenen Qualifikationen durch ein Studium zu erweitern.
Hochschulzugang
Gemäß der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz ist das Studium mit dem Meistertitel seit 2009 möglich.
Weitere Infos
» Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (PDF)
» Möglichkeiten des Hochschulzugangs für beruflich qualifizierte Bewerber ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (PDF)
Projektmanager/in (FH) für Werkzeug- und Formenbau
Eine Fortbildung für Meister im Werkzeug– und Formenbau
Um Fach- und Führungskräfte für die aktuellen Anforderungen an einen effizienten, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Werkzeug- und Formenbau optimal zu qualifizieren, hat die FH Schmalkalden, mit ihrem Zentrum für Weiterbildung, gemeinsam mit dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e. V. (VDWF) das weiterbildende Studium "Projektmanager/in (FH) für Werkzeug- und Formenbau" erarbeitet.
Zugangsvorraussetzung
- Eine erfolgreich abgelegte Prüfung zum technischen Meister (Handwerkskammer)
- Empfehlenswert Werkzeugmacher oder Feinwerkmechaniker
