Berufslaufbahn
Metallbauer
Vorberufliche Bildung
Vor der Berufswahl macht man sich viele Gedanken darüber welcher Beruf einem gefällt. Die Berufswahl ist ein entscheidender Punkt für das später (Arbeits-)Leben. Um die Praxis kennen zu lernen, bietet das Schüler-Betriebs-Praktikum die beste Gelegenheit. Das Praktikum erleichtert die Berufswahl und verringert das Risiko, eine Fehlentscheidung zu treffen. Neben dem Praktikum gibt es noch andere Möglichkeiten sich auf das Berufsleben vorzubereiten. Hier bieten die Schulen vielfältige Möglichkeiten.
Praktikum
Ein Praktikum in einem Handwerksbetrieb ist sinnvoll – für alle Beteiligten. In der Regel werden in den letzten Jahrgangstufen der Schulen Praktika durchgeführt
Warum ein Praktikum machen? - Vorteile für Schüler
- man erhält einen ersten Einblick in die Berufswelt und kann sich so aufgrund eigener Erfahrungen bewusst für oder gegen einen bestimmten Beruf entscheiden.
- persönliche Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben können geknüpft werden.
- Durch Praktika gewinnst man Erfahrung, zeigt Eigeninitiative. Das macht sich gut in künftigen Bewerbungen und kann den Ausschlag für eine Einstellung geben.
Verschiedene Arten von Praktika
Schülerbetriebspraktikum: Pflichtpraktikum in den Klassen 9, 10 oder 11 der allgemeinbildenden Schulen. Dauert in der Regel 2 – 3 Wochen.
Ferienpraktikum: freiwilliges Praktikum ohne schulischen Bezug. Die Schülerinnen und Schüler müssen mindestens 15 Jahre alt sein. Mehr als vier Wochen (20 Arbeitstage) pro Jahr sind für unter 18-Jährige nicht erlaubt.
Praktika, die im Rahmen einer schulischen Berufsausbildung oder eines Studiums vorgeschrieben sind, unterliegen gesonderten Regelungen.
Einstiegsqualifizierung (EQ)
Der Türöffner zur Berufsausbildung
Ziel der betrieblichen Einstiegsqualifizierung ist, Jugendlichen eine Perspektive für den Einstieg in eine Ausbildung zu geben. Beim EQ haben sie die Möglichkeit, einen Ausbildungsberuf in einem Unternehmen kennen zu lernen und sich auf eine spätere Ausbildung - möglichst im gleichen Betrieb - vorzubereiten.
Außerdem bietet das Programm den Unternehmen eine Chance, die Jugendlichen über einen längeren Zeitraum kennen zu lernen und in Ruhe entscheiden zu können, ob er oder sie später in eine Ausbildung oder Beschäftigung übernommen werden kann.
Die betriebliche EQ beinhaltet ein betriebliches Langzeitpraktikum von mindestens 6 bis maximal 12 Monaten. In dieser Zeit sollen festgelegte Die Einstiegsqualifizierung wird zwischen Betrieb und Jugendlichen vertraglich geregelt. Die Inhalte und Tätigkeiten sind eng an die staatlichen Ausbildungsberufe geknüpft. Zur praktischen Durchführung der Einstiegsqualifizierung hat die Handwerksorganisation Qualifizierungsbausteine entwickelt, auch speziell für das Metallbauerhandwerk
» Qualifizierungsbausteine aus dem Ausbildungsberuf MetallbauerIn (PDF)
Ausbildung
Metallbauer/ Metallbauerinnen arbeiten in der Herstellung, Instandhaltung und Montage von Metall- und Stahlbaukonstruktionen, metallgestalterischen Gegenständen und der Restaurierung von Schmiedeerzeugnissen, von Fahrzeugbaukonstruktionen und Umbauten sowie in der Montage, in Betriebnahme, Fehlersuche und Instandhaltung von steuerungstechnischen Systemen.
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufschule statt.
Ab dem dritten Ausbildungsjahr erfolgt die Ausbildung in einer der folgenden Fachrichtungen:
Hier finden Sie weitere Informationen zu Berufliche Fähigkeiten, Lernorte, Prüfungen und Prüfungsinhalte.
Einen guten Einblick in den Beruf bietet ein Film über die Ausbildung zum Metallbauer.
Berufliche Fähigkeiten
Metallbauer/ Metallbauerinnen
- führen ihre Arbeiten selbständig und im Team unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen auf der Grundlage von technischen Unterlagen und Arbeitsaufträgen durch
- beschaffen Informationen, planen und koordinieren ihre Arbeit und stimmen sie mit Vorgesetzten, Arbeitskollegen und- kolleginnen sowie mit anderen Arbeitsbereichen unter Anwendung deutscher und englischer Fachausdrücke ab
- dokumentieren ihre Leistung. Dabei ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung, zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheits- und Umweltschutz
- planen und steuern Arbeitsabläufe, kontrollieren, protokollieren und bewerten Arbeitsergebnisse
- wenden Normen und Richtlinien zur Sicherung der Produktqualität an und tragen im Betrieb zur ständigen Verbesserung von Arbeitsabläufen bei
- messen und prüfen mechanische und physikalische Größen
- stellen lösbare und unlösbare Verbindungen her
- stellen Werkstücke und Bauteile mit verschiedenen manuellen und maschinellen Fertigungsverfahren her
- behandeln und schützen Oberflächen
- sichern Lasten, transportieren Bauteile und Baugruppen und wenden Hebezeuge an
- demontieren und montieren Bauteile und Baugruppen.
Ergänzt werden diese Ausbildungsinhalte in den jeweiligen Fachrichtungen.
Lernorte
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufschule statt.
Die Ausbildung im Betrieb ist durch eine Ausbildungsverordnungstaatlich geregelt.
Die Ausbildungsinhalte in der Berufsschule sind in einem Rahmenlehrplan festgelegt.
Die Ausbildung im Betrieb wird durch Kurse im Rahmen einen Überbetrieblichen Unterweisung ergänzt. Eine Übersicht zu den Kursen finden Sie hier.
Prüfungen und Prüfungsinhalte
Teil 1 der Gesellenprüfung
Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird Teil 1 der Gesellenprüfung durchgeführt, der aus einem Arbeitsauftrag und einem Fachgespräch besteht. Er geht mit 30 Prozent in das Gesamtergebnis ein.
Teil 2 der Gesellenprüfung
Teil 2 der Gesellenprüfung findet am Ende der Ausbildungszeit statt und besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Er gliedert sich in vier Bereiche und geht mit 70 Prozent in das Gesamtergebnis ein.
Die Prüfungsinhalte variieren etwas, je nach Ausbildungsfachrichtung. Die genauen Prüfungsinhalte sind in der Ausbildungsverordnung festgelegt.
Prüfende Stelle
Die Prüfung wird in der Regel vor dem Prüfungsausschuss einer Metallinnung abgelegt oder bei der Handwerkskammer.
Fachrichtung Konstruktionstechnik
Die Metallbauer/ Metallbauerinnen
- montieren, prüfen, kontrollieren und beseitigen Fehler und Störungen sowie setzen steuerungstechnische Systeme und Bauteile instand und protokollieren deren Ergebnisse,
- richten Arbeitsplätze an Baustellen ein,
- stellen Bauteile und Bauelemente her sowie montieren und demontieren Metall- und Stahlbaukonstruktionen,
- halten Metall- und Stahlbaukonstruktionen instand.
Fachrichtung Metallgestaltung
Die Metallbauer/ Metallbauerinnen
- stellen Flächen und Körper durch Treiben her,
- handhaben Schmiedefeuer und wählen schmiedbare Werkstoffe aus,
- stellen Schmiedeteile durch manuelles und maschinelles Schmieden her,
- stellen Werkzeuge und Hilfswerkzeuge zum Schmieden her und setzen sie instand,
- stellen Bauteile und Baugruppen nach Vorgaben und eigenen Entwürfen her sowie montieren und demontieren Gebrauchsgegenstände,
- gestalten Oberflächen,
- restaurieren Bauteile und Baugruppen.
Fachrichtung Nutzfahrzeugbau
Die Metallbauer/ Metallbauerinnen
- montieren, prüfen, kontrollieren und stellen ein, beseitigen Fehler und Störungen,
- warten und setzen steuerungstechnische Systeme und Anlagen instand sowie protokollieren deren Ergebnisse,
- stellen Karosserien, Fahrzeugrahmen und Aufbauten her, führen Umbauarbeiten durch, montieren Zubehör und Zusatzeinrichtungen sowie prüfen die Gesamtfunktion,
- prüfen und setzen Karosserie, Fahrzeugrahmen und Aufbauten instand,
prüfen, bearbeiten und schützen Oberflächen.
"ABI Meister"
Ein Qualifizierungsangebot für Abiturienten
In 3,5 Jahren zur Gesellen- und Meisterprüfung
Für Abiturienten ist am Bundesfachzentrum Metall und Technik in Northeim ein spezieller Ausbildungsgang eingerichtet worden.
Wer darf Studieren
Abiturienten / Fachabiturienten absolvieren in einem Zeitrahmen von 3,5 Jahren eine Ausbildung zum Metallbauer und bereiten sich auf die Meisterprüfung im Metallbauerhandwerk vor.
Zum Schluss der 3,5 Jahre haben die Teilnehmer sowohl einen Gesellenbrief als auch einen Meisterbrief in der Tasche. Also in einem Zeitrahmen wie er üblicher weise für die Gesellenausbildung vorgesehen ist.
Prüfung
Beide Prüfungen werden zusammen mit den Teilnehmern an Gesellen- und Meisterprüfungen, die die „normale“ Ausbildung durchlaufen haben, vor den jeweiligen Prüfungskommissionen abgelegt.
Was ist das besondere dieser Ausbildung?
Die Ausbildungszeiten im Betrieb und im Bundesfachzentrum in Northeim sind aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt. Die betrieblichen Praxisphasen und die Ausbildungsphasen im Schulzentrum in Northeim sind optimal aufeinander abgestimmt. Auf drei Monate Praxis im Betrieb folgen drei Monate Theorie im Bundesfachzentrum. Die für einen Meister notwendige Praxiskompetenz wird während der gesamten Ausbildungszeit gezielt aufgebaut. Der Studierende wird vom Betrieb ausgewählt und eingestellt. Das Studium wird durch einen Vertrag geregelt, der zwischen Betrieb, Studierenden und Bundesfachzentrum geschlossen wird.
» Details zur Ausbildung ABI Meister (PDF)
Zusatzqualifikationen auf Ausbildungsebene
Während der Ausbildung bestehen bereits viele Möglichkeiten der Zusatzqualifikation, insbesondere für leistungsstarke Auszubildende. Einige Beispiele seien hier genannt :
- Europaassistent im Handwerk
- Europäischer Computerführerschein
- Fachhochschulreife
Geselle
Wenn die Ausbildung mit der Gesellenprüfung erfolgreich beendet ist startet man in ein vielfältiges und abwechslungsreiches Berufsleben.
Einem Gesellen/ einer Gesellin stehen dazu auch viele Weiterbildungsmöglichkeiten und Spezialisierungen offen. Man kann und muss sich in seinem Beruf ständig weiterbilden. Diese Weiterbildung kann allgemein in dem erlernten Beruf geschehen oder man spezialisiert sich.
Hier gibt es eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten die auf den erlernten Beruf aufbauen. Die Kurse werden an Bildungsstätten im Handwerk oder bei großen Herstellern von Maschinen oder Werkstoffen angeboten. Hier macht man sich in seinem Beruf fit und lernt die neuesten technischen Entwicklungen kennen. „Lebenslanges Lernen“ ist nicht nur eine Floskel sondern unverzichtbar im Metallhandwerk um den Anforderungen die an Betrieb und Mitarbeiter gestellt werden gerecht zu werden.
Vorbereitung zur Meisterprüfung
Direkt nach Ihrer Gesellenprüfung können Sie mit der Meisterprüfung beginnen, wenn Sie den Gesellenbrief in dem Handwerk haben, in welchem Sie auch die Meisterprüfung ablegen möchten. Die Inhalte der Meisterprüfung sind in der sog. Meisterprüfungsverordnung beschrieb. Die Meisterprüfung umfasst vier Teile:
- Teil I: Fachpraxis
- Teil II: Fachtheorie
- Teil III: Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen
- Teil IV: Berufs- und Arbeitspädagogik
Die Teile 1 und 2 sind berufsbezogen und die Teile 3 und 4 sind handwerksübergreifend, d.h. sie sind für alle Handwerke gleich.
Jeder Teil wird separat durch eine eigene Prüfung abgeschlossen und nach erfolgreichem ablegen aller 4 Teile ist die Meisterprüfung bestanden.
Voraussetzungen
Zur Meisterprüfung wird gemäß § 49 der Handwerksordnung zugelassen:
"...wer eine Gesellenprüfung in dem zulassungspflichtigen Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, oder in einem damit verwandten zulassungspflichtigen Handwerk oder eine entsprechende Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat."
Teilnahme an den Meistervorbereitungslehrgängen
Die Teilnahme an den Meistervorbereitungslehrgängen ist keine Zulassungsvoraussetzung für die Meisterprüfung. Die Kursteilnehmer erlangen jedoch die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Meisterprüfung, die nach wie vor zu den umfassendsten Prüfungen im deutschen Bildungswesen zählt, erfolgreich ablegen zu können. Meistervorbereitungskurse werden an vielen Bildungseinrichtungen des Handwerks angeboten. So gehören zum Metallhandwerk eigene Fachschulen die entsprechende Kurse anbieten, ebenso wie nahezu alle Handwerkskammern.
Aufstiegsförderung nach dem "Meister-BAföG"
Handwerker und andere Fachkräfte, die sich auf den Fortbildungsabschluss zu Handwerks- oder Industriemeistern, Technikern, Fachkaufleuten oder Betriebswirten vorbereiten, sichert das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), bekannt als "Meister-BAföG", durch finanzielle Unterstützung ab.
» Meisterprüfungsverordnung des Feinwerkmechanikerhandwerks (PDF)
» Fachschulen des Metallhandwerks
Fortbildung Gestalter im Handwerk
Akademien für Gestaltung in Deutschland
Deutschlandweit bieten Akademien für Gestaltung den Studiengang zum „Gestalter im Handwerk“ an. Erfahrene Dozenten aus Handwerk, Kunst und Wissenschaft vermitteln Ihnen umfangreiche theoretische und praktische Kenntnisse. Sie erhalten die Kompetenz, handwerkliche Produkte und Dienstleistungen zu gestalten. Sie werden ermutigt, begleitet und befähigt, Ihre Kreativität zu entfalten und zu entwickeln. Sie werden Ihre Ideen zeichnerisch darstellen, Ihren Farben- und Formensinn für die Umsetzung Ihrer Entwürfe entwickeln, konzeptionell arbeiten und Ihre Kompetenzen präsentieren können. Das sind heute unverzichtbare Merkmale für erfolgreiche Produktentwicklung und Kundenberatung.
Das Studium baut auf Ihrer Materialerfahrung und Ihren handwerklichen Fähigkeiten auf. Gemeinsam mit Handwerkern aus den verschiedenen Berufen erlernen Sie Entwurf und Gestaltung. In einem einzigartigen Lernumfeld mit intensivem Betreuungsverhältnis machen Sie sich mit allen Aufgaben des handwerklichen Designers vertraut.
» Weitere Informationen (PDF)
Fortbildung Hufschmied
Hufbeschlagausbildung nach Hufbeschlaggesetz und Hufbeschlagverordnung
Das Hufbeschlaggesetz regelt wer als Hufbeschlagschmied /-in anerkannt wird und beschreibt damit den Ausbildungsgang.
Bei dem neuen Hufbeschlaggesetz, vom 19.April 2006, gibt es keine Vorgabe für Zugangsberufe zu der Fortbildung zum Hufschmied/ zur Hufschmiedin. Es wird lediglich gefordert, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung - gleich welcher Art - nachgewiesen wird (Hufbeschlaggesetz, §4 Abs. 1, Nr.1). Zu Ausbildungszwecken muss eine 2 jährige sozialversicherungspflichtige hauptberufliche Tätigkeit bei einem staatlich anerkannten Hufschmied absolviert werden. Danach sind der Besuch eines Vorbereitungslehrganges und die Hufbeschlagprüfung erforderlich (Hufbeschlaggesetz, §4 Abs. 1, Nr.2 und 3).
Eine Ausbildung im Metallbereich bietet auf jeden fall eine gute Basis zur Fortbildung als Hufbeschlagschmied.
Die Ausbildung und Prüfung mit allen Details regelt die Hufbeschlagverordnung (PDF).
Technische/r Fachwirt/in (HWK)
Mit der betriebswirtschaftlichen Weiterbildung zum Technischen Fachwirt wird eine Brücke geschlagen zwischen technischer und kaufmännischer Kompetenz und man erlangt eine höhere kaufmännische Qualifikation.
Der/die Technische Fachwirt/in (HWK) befähigt zur Wahrnehmung von betriebswirtschaftlichen Managementaufgaben an de Schnittstelle von gewerblich-technischem Leistungsbereich und Büro und verbindet so fundierte Fachqualifikationen mit betriebswirtschaftlichen Unternehmensführungs-Kompetenzen. Tätigkeitsschwerpunkte sind Funktionen im Bereich der Auftragsgestaltung und Auftragskalkulation, der Kundenbetreuung, der Projektleitung sowie der betrieblichen Ablauforganisation und Technikausstattung.
Die Fortbildung zum technischen Fachwirt (HWK) baut auf einer gewerblich-technischen Ausbildung auf und vermittelt in 220 Stunden schwerpunktmäßig ein betriebswirtschaftliches und rechtliches Entscheiderwissen, das der Meistervorbereitung in diesem Bereich entspricht und für den Teil III der Meisterprüfung anerkannt wird.
Die Fortbildung ist damit besonders geeignet um eine Weiterbildung zum Meister abzuschließen. Diese wiederum ermöglicht die Weiterqualifizierung zum Betriebswirt (HWK).
» Rechtsvorschriften für den Technische/n Fachwirt/in (HWK) (PDF)
Staatlich geprüfter Techniker
Staatlich geprüfte Techniker sind praxisorientierte Führungskräfte und werden im mittleren Management der Unternehmen eingesetzt.
Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung und eine beruflichen Tätigkeit, in der Regel mindestens ein Jahr, kann man eine Fortbildung zum Techniker starten.
Die Ausbildung umfasst 4 Semester. Die Ausbildung wird in Vollzeit- und Teilzeitausbildung oder auch als Fernstudium angeboten. Die Ausbildung ist durch die jeweiligen Kultusministerien der Länder geregelt.
Die Aufstiegsweiterbildung endet mit einem staatlichen Examen, welches sich aus vier Prüfungsfächern zusammensetzt, die verschiedene Schwerpunkte aus der Fachausbildung abdecken müssen.
An dieser Stelle der Hinweis auf eine besondere Fortbildung im Metallhandwerk
„Zwei Schulen unter einem Dach“
Seit 1949 werden im Bundesfachzentrum Metall und Technik, BFM, - ein gemeinnütziges Bildungszentrum der Deutschen Metallhandwerke – und an der Technikerschule, getragen vom Landkreis Northeim, Meister und Techniker für die Metallbranche ausgebildet. Die Besonderheit in Northeim liegt an der Verknüfung der beiden Schulen.
Studierende der Technikerschule können neben ihrer Ausbildung Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung und den Schweißfachmann / frau belegen. In der Meisterausbildung sind die Schweißfachmannqualifikation und und betriebswirtschaftliche Inhalte ebenfalls ein fester Bestandteil.
Die Ausbildung schließt dann mit beiden Prüfungen, der Meisterprüfung und der Technikerprüfung. ab.
Weiterführende Links
» Bundesfachzentrum Metall und Technik Northeim
» Technikerschule Northeim
Fortbildung Geprüfte(r) FachbauleiterIn
Das Metallhandwerk bietet seinen Mitgliedsbetrieben im Metallbauerhandwerk eine Weiterbildungsmaßnahme zur / zum „Geprüften Fachbauleiterin Geprüften Fachbauleiter im Metallbauerhandwerk“ an.
Geprüfte Fachbauleiterinnen und Fachbauleiter im Metallbauerhandwerk bekleiden eine zentrale Funktion im Baustellenbetrieb und betreuen gegebenenfalls parallel mehrere Projekte. Schwerpunkte ihrer Aufgaben sind – neben der Auftragsvorbereitung und dem Management der auszuführenden Leistungen –
das Abstimmen mit Auftraggeber bzw. Gesamtbauleitung.
Es handelt sich dabei um eine Qualifizierungsmaßnahme im Metallbauerhandwerk für die mittlere Führungsebene zwischen Geselle und Meister.
Zulassungsvoraussetzung
- Gesellenprüfung im Metallbauerhandwerk oder einem anderen anerkannten metallbe- oder –verarbeitenden Beruf und mindestens ein Jahr Berufspraxis und
- Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme Fachbauleiter
Lehrgangsinhalt
1. Organisation von Baustellen
2. Montageleistungen
3. Mitarbeiterführung und Kommunikation
4. Dokumentation und Kundenbetreuung
Lehrgangsdauer: Ca. 234 UE
Abschluss
Prüfung zum/zur „Geprüften Fachbauleiter/in im Metallbauerhandwerk“ mit Teilnahmezertifikat.
Informationen zur Fortbildung erhalten Sie bei den Bildungseinrichtungen des Metallhandwerks.
Weitere Fortbildungen
Neben der Fortbildungen im Metallbauerhandwerk die durch eine Verordnung geregelt sind, in denen auch die Prüfung vor einer Prüfungskommission – meistens der einer Handwerkskammer- festgelegt ist, gibt es auch eine Vielzahl von Fortbildungen die in Bildungseinrichtungen des Handwerks, z. Bsp. auch denen der Metallfachverbände, durchgeführt werden. Es gibt eine Vielzahl von Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen die hier gar nicht alle aufgeführt werden können.
Einige sollen hier exemplarisch benannt werden:
- Schweißerausbildungen mit entsprechenden Zertifikaten
- Edelstahlbearbeitung
- Aluminiumbearbeitung
- Schließ- und Sicherungstechnik
- CNC Techniken
» Bildungseinrichtungen des Metallhandwerks
» Allgemeine Infos
Meistertätigkeit
Der Meisterbrief ist nach wie vor die höchste Ausbildungsstufe im Metallbauerhandwerk, wie allgemein im Handwerk. Der Meister ist was im Metallbauerhandwerk, die höchste Stufe der Karriere im Metallbauerhandwerk ist erreicht.
Der Meisterbrief stellt nach wie vor ein Qualitätssiegel im Handwerk dar und dokumentiert nach außen das Können des Betriebes. Wissen, kombiniert mit solider Handarbeit und der Einsatz von High- Tech bietet den Kunden eine optimale Qualitätsarbeit.
Eine Meisterprüfung verspricht einen sicheren Arbeitsplatz. Man kann sich als Meister selbstständig machen, das heißt seinen eigenen Betrieb aufmachen oder auch als Nachfolger einen Betrieb übernehmen. Meister übernehmen auch Führungsaufgaben und besonders komplexe und herausfordernde Tätigkeiten in größeren Metallbetrieben als leitender Angestellter.
Meisterplus
Wer es möchte kann den Meister ergänzen durch spezialisierte Ausbildungen, zum Beispiel Betriebswirt im Handwerk aber auch in technischen Bereichen. So gibt es eine Ausbildung zum Restaurator im Metallhandwerk oder eine Ausbildung zum Schweißfachmann.
Als Meister kann man Berufsakademien besuchen, Technische Akademien besuchen oder ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität absolvieren.Betriebswirt/in (HWK)
In den Betrieben aller Wirtschaftszweige steigen ständig die Anforderungen sowohl an Unternehmer als auch an Führungskräfte, die komplexen Betriebsabläufe in ihren Wechselwirkungen zu überblicken und marktgerechte Entscheidungen zu treffen. Folglich entspricht das Fortbildungsangebot „Betriebswirt/in (HWK)“1 einer betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifizierung für Meister und Meisterinnen, leitende Mitarbeiter sowie für den Führungsnachwuchs mit Personal-, Organisations- und/oder Finanzverantwortung. Diese Aufstiegsfortbildung geht ihrem Qualifikationsziel entsprechend weit über die in der Vorbereitung auf die Meisterprüfung vermittelten wirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse hinaus, auf die der Bildungsgang aufbaut.
Ziel des Lehrgangs mit Prüfung vor der Handwerkskammer
Diese eigens für eine zeitgemäße Betriebsführung im Handwerk konzipierte managementorientierte Weiterbildung macht die Teilnehmer über ihre praktischen Berufserfahrungen hinaus mit den Methoden einer modernen Unternehmensführung und -analyse in kleinen und mittelständischen Unternehmen vertraut.
In der Prüfung müssen die Kandidaten nachweisen, dass sie diese Voraussetzungen erfüllen, mithin das Rüstzeug für eine fortschrittliche Unternehmensführung erworben haben.
Restaurator im Handwerk
Grundlage der Fortbildungsmaßnahme Restaurator im Handwerk sind die jeweiligen Prüfungsordnungen für die einzelnen Handwerksberufe. Die Prüfungsordnungen wurden vom Zentralverband des Deutschen Handwerks, den betroffenen zentralen Fachverbänden und den Gewerkschaften erarbeitet und abgestimmt. Die Einsetzung von Prüfungsausschüssen und die Abnahme von Prüfungen zum geprüften Restaurator im Handwerk ist ausschließlich Sache der Handwerkskammern. Deren Vollversammlungen verabschieden die Prüfungsordnungen, die dann von dem zuständigen Landesministerium als oberste Aufsichtsbehörde zu genehmigen sind.
An Prüfungen zum Restaurator im Handwerk können nur solche Personen teilnehmen, die über einen Meisterbrief verfügen oder einem Meister gleichgestellt sind, d. h. bereits die höchste im Handwerk zu vergebene Qualifikation - den Meistertitel - erreicht und sich auf dem Weg dahin in ihren Lehr- und Gesellenjahren qualifizierte fachpraktische Fähigkeiten in der handwerklichen Denkmalpflege angeeignet haben. Die zusätzliche Berufsbezeichnung ist nur im Zusammenhang mit dem jeweiligen Handwerksberuf zu führen, z. B. Restaurator im Metallbauerhandwerk.
Die Rahmenlehrpläne und Prüfungsordnungen zum Restaurator im Handwerk regeln die Fortbildungsinhalte, die laufend mit den Forderungen der Denkmalpflege abgestimmt werden.
» Weitere Informationen
Studium
Eine handwerkliche Ausbildung bietet vielfältige Karriereoptionen. Hierzu gehört auch die Möglichkeit, die erworbenen Qualifikationen durch ein Studium zu erweitern.
Hochschulzugang
Gemäß der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz ist das Studium mit dem Meistertitel seit 2009 möglich.
Weitere Infos
» Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (PDF)
» Möglichkeiten des Hochschulzugangs für beruflich qualifizierte Bewerber ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (PDF)
Der Schweißfachmann
Die Fortbildung zum Schweißfachmann ist die wohl am häufigsten gewählte Zusatzqualifikation im Metallbauerhandwerk.
In nahezu allen Bereichen der Metallverarbeitung wird das Schweißen als Fügetechnologie zum Verbinden von Bauteilen eingesetzt. Die Anforderungen an die Qualität der Schweißverbindung sind in der Regel hoch, um die umfangreichen gesetzlichen Regelungen und Vorschriften gerecht zu werden.
Erreichen lässt sich die notwendige Schweißnahtqualität bei hoher Wirtschaftlichkeit nur dann, wenn das Planen, Ausführen und Kontrollieren einer Schweißarbeit vom Entwurf bis zum letzten Handgriff durch einen Fachmann bzw. unter dessen Aufsicht erfolgt.
DVS-Lehrschweißer, Facharbeiter/Gesellen der Metallverarbeitung, Meister des metallverarbeitenden Handwerks, Industriemeister Metall, Techniker und Diplom-Ingenieur schaffen mit der Ausbildung zum internationalen Schweißfachmann die Voraussetzung um als anerkannte Schweißaufsichtsperson nach DIN EN ISO 14731 im Betrieb benannt zu werden.
Schweißfachmänner können in kleinen und mittelständischen Unternehmen als vollverantwortliche Schweißaufsichtsperson fungieren.
In großen Betrieben sind sie das Bindeglied zwischen Schweißfachingenieur und der qualitätsgerechten Umsetzung der Schweißarbeiten.
